Humanistische Union sieht Strafverfolgung nach dem Prinzip der drei Affen

Marburg 5.12.2011 (pm) “Spätestens nach dem neofaschistischen Brandanschlag vom 5. März 2011 auf das Haus eines katholischen Pastoralreferenten in Wetzlar hat es jeder wissen können”, erklärte der Marburger Vorsitzende Franz-Josef Hanke am. Irritiert zeigt sich die Humanistische Union (HU) Marburg deshalb über die jüngsten Diskussionen im Hinblick auf das Versagen von Polizei, Justiz und Verfassungsschutz bei der Mordserie des ‘Nationalsozialistischen Untergrunds’ (NSU). Weiterlesen »

Gedenken als Verpflichtung für morgen

Kassel, Marburg 7.11.2011 (pm) In Erinnerung an den 73.Jahrestag der Synagogen-Brandstiftung am 7.November 1938 hatten die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN – BdA) und das Kasseler Friedensforum zu einen Gedenkgang eingeladen. Zeitweilig beteiligten sich fünfzig an dem Rundgang vom Aschrott-Brunnen am Kasseler Rathaus bis zur Deportationssammelstelle in der Schillerstraße. Den Auftakt bildete an der ‘offenen Wunde’ der Kasseler Stadtgeschichte (Horst Hoheisel) eine kurze Lesung aus den Erinnerungen von Willy Katz über seine Verhaftung im November 1938. An der Gedenktafel am Standort der ehemaligen Bürgersäle wurde an den Rechtsanwalt Dr. Max Plauth erinnert, dem ersten Opfer des antisemitischen Terrors in Kassel. Vor dem Spohr – Denkmal am Opernplatz erfuhren die Teilnehmenden, wie die NSDAP systematisch den Boykottaktionstag am 1. April 1933 organisierten. Weiterlesen »

Aktive Aufarbeitung von Opferschicksalen in Marburger internationaler Tagung

Marburg 29.10.2011 (pm) Die Aufarbeitung von internationalen Verbrechen wie Völkermord soll den Opfern eine aktive Rolle zuweisen. Zu diesem Fazit gelangten die Teilnehmer einer gemeinsamen Tagung, die das Zentrum für Konfliktforschung (ZfK) und das Internationale Forschungs- und Dokumentationszentrum für Kriegsverbrecherprozesse (ICWC) der Philipps-Universität in Marburg veranstalteten. Weiterlesen »

Wegzeichen für eine Wiederaneignung – mitten in der Stadt Marburg

Das Architekturbüro Scape

Marburg 20.9.2011 (yb) Dass sehr viel Zeit seit der Zerstörung und dem Kulturbruch vergangen ist, war ebenso gegenwärtig wie der Leerraum in Marburgs lebendiger Mitte am Fuß der Oberstadt – benachbart von zwei Universitätsgebäuden, dem Landgrafenhaus und dem Savignyhaus – auffallen muß und Fragen aufwirft. An die Beantwortung dieser Fragen hat sich die Stadt Marburg in Beteiligung von Bürgern gemacht und ist ein Stück des Weges gegangen. Jetzt kann und soll es konkret werden mit Baumaßnahmen. Dem ist schon die Freilegung der früheren Mikwe, dem Ritualbad in der 1938 zerstörten und abgebrannten Synagoge, vorausgegangen. Es hat einen einen Gestaltungswetbewerb gegeben. Das jetzt in bauliche Verwirklichung gehende Ergebnis kann sich sehen lassen. Dazu gibt es eine Dokumentation, die selbstredend ist: Garten_des_Gedenkens_Marburg

Zu der Arbeit des Wettbewerbsgewinners, Dipl. Ing. Rainer Sachse von scape Landschaftsarchitekten , gibt es einen Beitrag in ‘Umrisse – Zeitschrift für Baukultur’. Auch dorthin führt ein Mausklick.

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Von später Wiederaneignung und Auseinandersetzung: In Marburg entsteht ‘Garten des Gedenkens’ am Standort der 1938 geschändeten und verbrannten Synagoge

Marburg 20.9.2011 (yb) Im September 2008 wurden archäologische Untersuchungen auf dem Gelände der ehemaligen Synagoge in der Universitätsstraße durchgeführt. Dabei wurde fest gestellt, dass nach der Zerstörung 1938, dem Abbruch der Baureste 1938/39 und der Umgestaltung im Jahr 1963 noch Original Bausubstanz im Boden erhalten geblieben ist.

Die Universitätsstadt Marburg und die Jüdische Gemeinde haben sich darauf verständigt, auf dem Grundstück eine neue Gedenkstätte zu errichten, mit der über die Architektur des Synagogenbauwerks und die geschichtlichen Geschehnisse an diesem Ort informiert werden soll. Sie soll den Platz als früheren Ort jüdischen religiösen Lebens würdigen und als einladende Aufenthaltsfläche für die Öffentlichkeit dienen. Weiterlesen »

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Marburger Land: Kultur in der Landsynagoge Weimar-Roth

Marburg 20.8.2011 (yb) Wie die obenstehende Vorankündigung in der “Marburger Freitagszeitung” (eines von vielen Anzeigenblättern, das in Teilbereichen von Marburg zur Verteilung kommt) vom 19.8.2011 berichtet und vorangekündigt wird, gibt es am Sonntag, 21. August 2011, wieder Kulturelles in der Landsynagoge zu erleben. Heinrich Heine und sein literarisches Werk stehen im Mittelpunkt von Rezitationen, die ab 11.00 Uhr geboten werden.