Festakt zum 50-jährigen Bestehen der ‘Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen’

Marburg 11.6.2013 (pm) Der Präsident des Hessischen Landtags, Norbert Kartmann, und Staatsministerin a.D. Ruth Wagner, Vorsitzende der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, hatten für Montag, 10. Juni 2013, gemeinsam zu einem Festakt anlässlich des 50-jährigen Bestehens der ‘Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen’ in den Plenarsaal des Hessischen Landtags eingeladen.

Im Vergleich zu anderen Bundesländern habe Hessen nach 1945  besonders früh mit der Erforschung der Geschichte der Juden in Hessen und der Aufarbeitung der Geschichte der Verfolgungen in der NS-Zeit begonnen, hob Landtagsvizepräsident Quanz in seinem Grußwort hervor.

„In den Jahren 1956/57 gab das Land Hessen den Anstoß, dass die Pflege der Jüdischen Friedhöfe je zur Hälfte von Bund und Ländern getragen wird. Der Staatsvertrag zwischen dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen und dem Land Hessen von 1986 sieht auch die Pflege und den Erhalt der jüdischen Kultur in unserem Lande ausdrücklich vor. Nicht zuletzt bemüht sich der Unterausschuss für Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung des Hessischen Landtags seit Jahrzehnten insbesondere um Pflege und Unterhalt von Gedenkstätten und der jüdischen Friedhöfe im Lande. Dies alles waren – und sind bis heute – wichtige Voraussetzungen für die erfolgreiche Arbeit der ‘Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen’, besonders im Blick auf das Inventarisierungsprojekt ‘Jüdische Friedhöfe in Hessen’, betonte Quanz.

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Peter Gingold – in Deutschland und Frankreich unvergessen

Marburg 23.5.2013 (pm) Peter Gingold (1916 – 2006) war einer der profiliertesten jüdischen Widerstandskämpfer und Kommunisten in der Bundesrepublik. Seit den 70er Jahren trat er als Redner auf politischen Kundgebungen gegen Naziaufmärsche und als Zeitzeuge in Schulen und bei Jugendgruppen auf. Seine Berichte über den aufkommenden deutschen Faschismus und dessen Machteinsetzung, seine Flucht nach Frankreich, das ihm und seiner ganzen Familie Asyl gewährte, seine Teilnahme am Kampf der Résistance, den Umgang mit der Geschichte in der neuen Bundesrepublik und die politischen Auseinandersetzungen um Berufsverbote, Friedenspolitik und Geschichtsvergessenheit  waren insbesondere für junge Menschen von großer Faszination. Weiterlesen »

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25 Jahre Gedenkstätte Münchmühle – Gedenkveranstaltung am 6. Mai mit Zeitzeugin Eva Pusztai aus Budapest

Marburg 4.5.2013 (pm) Das Lager Münchmühle bei Stadtallendorf steht als Synonym für die rassistische Ideologie der NS-Zeit und ihre Auswirkungen auf die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die für die deutsche Rüstungsindustrie arbeiten mussten, die hier lebten und von denen einige hier starben.
Schülerinnen und Schüler aus Kirchhain und Stadtallendorf trugen mit ihren Arbeiten Anfang der 80er Jahre dazu bei, dass im Mai 1988 die Gedenkstätte Münchmühle vom Landkreis Marburg-Biedenkopf und von der Stadt Stadtallendorf auf dem Fundament der ehemaligen Waschbaracke des Lagers Münchmühle eingeweiht wurde. Weiterlesen »

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Am 12. Mai Internationaler Museumstag in der Gedenkstätte und Museum Trutzhain: „Vergangenheit erinnern – Zukunft gestalten

Marburg 3.5.2013 (pm) In diesem Jahr beteiligt sich die Gedenkstätte und Museum Trutzhain erneut am Internationalen Museumstag. Das Museum ist von 10 Uhr bis bei freiem Eintritt bis 18 Uhr geöffnet.  Der Eintritt ist frei.
Die Kunstblumenfabrik Lumpe gehörte zu den ersten Gewerbebetrieben, die nach Flucht und Vertreibung 1948 in den ehemaligen Baracken des Kriegsgefangenenlagers STALAG IX A entstanden. Die Fabrik musste im Jahr 2003 ihre Türen schließen, aber alles ist bis heute unverändert. Maschinen, Stoffe, Model, Stechuhr und natürlich viele Kunstblumen in allen Farben und Formen gibt es zu entdecken. Weiterlesen »

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„So lange her und doch so nahe“ – 44. Rother Synagogengespräch mit Vortrag von Gabriele C. Schmitt am 16. Mai

Marburg 3.5.2013 (pm) Seit Beginn ihres persönlichen Engagements im Arbeitskreis Landsynagoge Roth ist es Gabriele C. Schmitt, der langjährigen Vorsitzenden des Vereins, ein Anliegen, in einer vertrauensvollen Atmosphäre Überlebende des Holocausts, aber auch ehemalige Nachbarn und Freunde aus Roth bzw. Fronhausen zu ihren persönlichen Erfahrungen, ihren Erlebnissen und Eindrücken zu befragen. Diese Zeitzeugengespräche sind ein unschätzbares Gut und ein wichtiges, unverzichtbares Erbe für nachfolgende Generationen. Weiterlesen »

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Dokumentarfilm ‘Kinder der Täter – Kinder der Opfer’ in der Landsynagoge Roth

Marburg 3.4.2013 (pm/red) Die Geschichtswerkstatt Marburg lädt zu einem Filmabend in die Landsynagoge Roth in Weimar an der Lahn ein. Der Film ‘Kinder der Täter – Kinder der Opfer’ zeigt die Geschichte einer Vater-Sohn Beziehung und den Diskurs, der im Zusammentreffen des Sohnes mit Opfern des Nationalsozialismus und mit deren Kindern in Lodz 2007 entstand. Es werden Filmmitschnitte dieser Diskussion gezeigt. Das Filmmaterial wird um Szenen, Motive und Archivfotos ergänzt. Drehorte: München, Wien, Warschau, Jerusalem und noch einmal Lodz. Weiterlesen »